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Übersicht über die Entwicklung des Sports in Dahlenwarsleben

1884 Turnverein "Friedrich-Ludwig-Jahn" entsteht
1904 Radsportverein "Germania 1904" wird gegründet
1913 Gründung eines Turnvereines namens "Einigkeit"
1919 Vereinigung zum Sportverein "Einigkeit"
1930 Handball und Fussball finden regen Anklang
1937 Radsportverein wird Sportverein "Grün-Weiß"
1945 Neugründung der Sportgemeinschaft "Grün-Weiß"
1952 Gewinn der Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksliga
1967 Entstehung eines Sportheimes
1968 Betriebsgemeinschaft "Grün-Weiß" Dahlenwarsleben
Heute SG "Grün-Weiß" Dahlenwarsleben 

Ausführlicher Bericht (Quelle: Festschrift 115 Jahre Sport in Dahlenwarsleben)

Angeregt durch die großen Vorstreiter und Väter des Sports Guts Muths und Friedrich-Ludwig Jahn, fanden in Deutschland vielerorts Sportvereinsgründungen statt. So fassten auch 1884 einige mutige Männer des Ortes den Entschluss, einen Turnverein mit dem Namen „Friedrich-Ludwig Jahn“ zu gründen, der bis zum ersten Weltkrieg von Lehrer Bog geleitet wurde. Schon 1904 reihte sich ein weiterer Sportverein in die Sportgeschichte von Dahlenwarsleben ein. Es bildete sich der Radsportverein „Germania 1904“, der lange Zeit regen Zuspruch hatte und mit Otto Haase einen umsichtigen Vorsitzenden besaß.

Aus der sozialen Situation des Jahres 1913 heraus scharten sich 16 Arbeiter in einer Gruppe um den sportbegeisterten Albert Kowalski und gründeten am 27. Mai 1913 den Turnverein mit dem Namen „Einigkeit“. Doch lange hatten die Turner keine Freude an ihrem geliebten Sport. Der erste  Weltkrieg unterbrach alle sportlichen Aktivitäten. Begünstigt durch die politische Situation im Nachkriegs-Deutschland, kam es 1919 zur Vereinigung beider Turnvereine unter dem Namen Arbeiterturnverein “Einigkeit“. Die beiden Vorsitzenden der Turnvereine besiegelten am 15. Juli 1919 mit ihrer Unterschrift den Zusammenschluss. 

In den 20er Jahren dominierten die Sportarten Turnen und Radfahren. Der Arbeiter-Radverein „Solidarität“ hatte sich dem Straßenrennsport verschrieben und war mit Colbitz und Samswegen eine Macht im Kreis Wolmirstedt. Aus Gersdorf kam der mehrmalige Straßenbezirksmeister im Straßenrennsport, Gustav Knochenhauer, der im Weltkrieg fiel. Im Jahre 1930 spielten die Turner mit dem Klein Ammensleber Sportlern Handball und nun kam auch noch der Fußball dazu. Die Gersdorfer Bullenwiese wurde als Platz hergerichtet. Doch nach 3 Jahren, mit der Machtübernahme Hitlers, kam der Ballsport wieder zum Erliegen. Lediglich der bürgerliche Radverein 1904, konnte weiterarbeiten. 

1937 wurde der Radsportverein in den Sportverein „Grün-Weiß“ umgewandelt, weil besonders die Radsportler grüne und weiße Kleidung trugen. Diese Farben sind nun schon 62 Jahre für den Sport in Dahlenwarsleben richtungsweisend. Neue gesellschaftliche Verhältnisse und der Vorsatz "diesmal machen wir Alles richtig", erlaubten nach 1945 einen Neubeginn im sportlichen Leben der Gemeinde. So erfolgte die Neugründung der Sportgemeinschaft " Grün-Weiß " Dahlenwarsleben unter der Leitung von Kurt Holze und Wilhelm Liermann.

Die Bodenreform erlaubte die Freigabe einer Ackerfläche am Ortsrand und das Problem einer Spielfläche konnte endgültig gelöst werden. Viele fleißige Helfer schufen damals mit eigenen und einfachen Mitteln eine Sportplatzanlage, die zu den schönsten im Kreis Wolmirstedt gehörte. Besonders die Ballsportarten erlebten Ende der 40-er Jahre durch den neuen Sportplatz und die gestiegen Einwohnerzahl des Ortes einen enormen Aufschwung. So waren neben den Nachwuchs- und Herrenmannschaften im Fußball auch noch Handballmannschaften für Frauen und Männer entstanden. Leistungsstärke bewiesen die Handballfrauen in der Magdeburger Stadtliga 1952 mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Bezirksliga. 

Ein kleines Sportlerheim war in dieser Zeit in Holzbauweise errichtet worden und komplettierte die Sportanlage. Ohne Wasser- und Toilettenanschluß konnte das kleine Gebäude den gestiegenen Anforderungen bald nicht mehr gerecht werden. Abermals war die Initiative vieler Sportfreunde gefragt, um den Bau eines neuen Sportheimes 1967 zu beginnen. Mit der Einweihung des Heimes 1969 konnten sich die Sportler selbst die größte Freude bereiten.

Eine Forderung der Zeit folgend, kam es 1968 zur Umbenennung zur Betriebssportgemeinschaft "Grün-Weiß" Dahlenwarsleben. Trägerbetrieb war die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Dahlenwarsleben. Durch die Genossenschaft erhielt die BSG vielseitige Unterstützung, sowohl beim Sportheimbau, bei Mannschaftstransporten und vielen anderen sogenannten kleinen Dingen der Vereinsorganisation.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und den damit veränderten Bedingungen in der Sportarbeit musste die gesamte Organisation angepasst werden. Die BSG wurde nun wieder SG mit dem Zusatz e.V. -- SG "Grün-Weiß" Dahlenwarsleben e.V..
 
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